Unser Renault Master DIY Campervan Freddie 2 war ziemlich nackig, als wir ihn abgeholt haben. Es gab im Laderaum lediglich eine minimale Innenverkleidung aus dünnen MDF. Also mussten wir auch garnicht groß entrümpeln, sondern konnten uns ohne Umwege direkt an die Dämmung unseres DIY Campervans begeben.

Unsere Dämmung im DIY Campervan

Besonders wichtig, und das haben wir auch bereits bei unserem ersten Ausbau gemacht, ist eine gute Dämmung. Und geben wir an dieser Stelle auch den Tip: Spart nicht an der Qualität des Dämm-Materials!
Im Internet und auf Youtube gibt es total viele Ratgeber, wie man seinen DIY Campervan am besten dämmt. Da kann man sich super informieren, aber leider auch total verwirren!
Daher erzählen wir dir hier einfach mal, wie wir es immer gemacht haben:

Wir haben zur Dämmung bei Freddie 2 alle Flächen am Dach und den Wänden mit 19mm Armaflex beklebt. Denn das Armaflex dämmt nicht nur die Lautstärke, sondern natürlich auch die Temperatur in eurem Ausbau.

Viele nutzen auch, speziell zur Schall-Dämmung von großen Flächen, Alubutyl und bekleben damit einzelne Flächen. Das funkltioniert auch sehr gut und einfach, da Alubutyl ebenfalls selbstklebend ist.
Wenn man allerdings vor hat, seinen DIY Campervan mit Armaflex zu dämmen, kann man sich die Kosten und das zusätzliche Gewicht des Alubutyls sparen.
Das Armaflex wird ebenfalls großflächig mit der Außerhaut des Fahrzeugs verklebt und nimmt genauso gut die Schwingungen aus dem Material, wie das Alubutyl.
Solltet ihr vorhaben, kostengünstig mit Dämmwolle zu dämmen, dann macht die Verwendung von Alubutyl wiederum Sinn. Die Dämmwolle ist nämlich nicht mit den großen Metallflächen verklebt und nimmt demnach auch keine Schwingung heraus. Wenn ihr Alubutyl verkleben wollt, dann gilt folgende Faustregel:
Bei großen schwingenden Flächen sollten ca. 40% der Fläche mit Alubutyl beklebt sein.

Dach, Wände und der Boden

Der Boden in unserem Renault Master DIY Campervan besteht aus einer 6mm Schicht Armaflex, einer 5mm dicken Schicht Styopor, einer Lage Isolierfolie und 15mm dickem, lackiertem Korkparkett.
Wir wollten auf keinen Fall kalte Füße haben und uns auch mal ohne „Hausschuhe“ in Freddie 2 aufhalten. Durch die zwei Auslässe der Dieselheizung ist der Boden jetzt auch bei sehr kalten Außentemperaturen schön warm.

Das Dach im Innenraum haben wir anschließend mit weißen MDF Platten auf Maß und schicken Holzleisten aus Kiefer verkleidet. Diesen Style hatten wir bereits in unserem ersten Campervan. Der Vorteil für uns ist dabei, dass wir uns durch die nur 5mm dünnen MDF Platten nicht noch mehr Stehhöhe nimmt, als wenn wir die Decke ebenfalls mit den dicken Holzpanelen verkleidet hätten. Und mal ehrlich, das wäre dann auch wirklich Sauna-Look!


Für unsere Wandverkleidung haben wir also 14cm breiten Holzpanelen verkleidet. Wenn man wie wir auf diesen Holz-Look steht, dann bringt das Anbringen der Holzpanele viele Vorteile mit sich. Zum einen ist man damit super schnell fertig. Zweitens kann man die dicken Holzpanele wunderbar zum Verschrauben von den Schränken, Regalen, Ablagen und Haken nutzen. Als wäre es eine ganz normale Wand daheim.
Für uns strahlt dies Kombination von der weißen Decke und den Holzpanelen an der Wand eine schöne behagliche Wärme aus und wir fühlten uns von Anfang an sehr wohl damit.