Vanlife

Finaler Camper-Test vor unserem Schweden-Roadtrip

Die letzte Woche stand ganz unter dem Motto „Finaler Test vor Schweden“. Wir haben drei volle Tage aus dem Van gearbeitet, unseren Alltag unter die Lupe genommen und ein paar freie Tage an der Mecklenburgischen Seenplatte genossen.

Van-Alltag

Optimierung der Woche: Schlafplätze tauschen

Mittlerweile haben wir morgens, glaube ich, unsere Routine gefunden. Auf dem kleinen Raum muss man sich ja ein bisschen anders organisieren als zu Hause.

Eine Optimierung für die Morgenroutine war diese Woche, dass wir die Seiten im Bett getauscht haben. Vorher hat Max innen geschlafen und ich außen an der Hecktür. Allerdings stehe ich, wie zu Hause auch, früher auf, um Yoga zu machen und zu meditieren. Das hilft mir dabei, mich morgens darauf zu besinnen, was mir wichtig ist, und das im Alltag immer wieder abzurufen.

Als ich vorher hinten geschlafen habe, war es für mich im wahrsten Sinne des Wortes eine Hürde, über Max zu klettern, um aufzustehen. Da ist es mir schwerer gefallen, früh aufzustehen, um genug Zeit für meine Routine zu haben.

Jetzt haben wir getauscht und ich kann besser aufstehen. Und Max gefällt es hinten in der Ecke auch besser, weil es sich für ihn dort wärmer anfühlt. Eine klassische Win-Win-Situation also.

Remote Work im Van

Das Arbeiten aus Freddie hat sehr gut geklappt. Wir standen von Montag bis Donnerstag auf einem Campingplatz am Ratzeburger See (Naturcamping Buchholz – absolute Empfehlung). Dort haben wir für 3,-€ pro Gerät WLAN bekommen. Das hat super funktioniert. In Video-Telefonaten ist es zwar immer mal wieder für 5 Sekunden abgebrochen, aber die Verbindung war dann schnell wieder da.

Wir hatten gutes Wetter (= kein Regen) und konnten somit auch den Bereich vor dem Van nutzen, wenn wir beide telefonieren mussten.

Testing Sonnenschutz

Zwischenzeitlich hatten wir es auch richtig sonnig und warm. Eine gute Gelegenheit also, das Tarp aufzuspannen.

Unser Freddie soll von außen nicht gleich als Camper zu identifizieren sein. Das ist unsere Devise für alle Aus- und Anbauten an dem Wagen. Deshalb haben wir uns gegen eine fest montierte Markise und für ein Tarp entschieden.

Das Tarp ist 3,5 x 3,5 Meter groß. Es hat an jeder Seite fünf Schlaufen, sodass wir es einfach mit Karabiner-Haken am Dachgepäckträger „einklicken“ können. An der anderen Seite können wir das Tarp dann entweder in voller Länge oder nur zur Hälfte an Teleskopstangen abspannen. So haben wir die Möglichkeit – je nach Situation – aus dem Tarp ein großes Sonnensegel oder eine Art Vorzelt zu bauen. Das ist total praktisch!

Wenn euch unsere Markise interessiert, schreibt es uns gerne in die Kommentare. Dann machen wir dazu auch mal einen Blog Post.

To Dos an und für Freddie:

Folgende To Dos an oder für Freddie haben wir diese Woche mitgenommen:

  • Rückwand hinter dem Waschbecken mit Silikon abdichten
  • Ggf. Lösung für Entsorgung von Toilettenpapier überlegen
  • Besorgen: Faltbaren Silikoneimer, Handschlaufe für die Kamera
  • Einpacken: Wäscheklammer, lange Wäscheleine, Keimgläser, Strandtücher

Reisen & Entdecken

Übernachtungsspots der Woche

An den folgenden Stellen haben wir diese Woche übernachtet:

  • Naturcamping Buchholz – 16,- € pro Nacht
  • Privater Parkplatz am Plauer See – 8,-€ inkl. Kurtaxe, keine Ver- oder Entsorgung, kein WC/ Dusche
  • Parkplatz für Badestelle am Drewitzer See – kostenlos
  • Wanderparkplatz im Weser Bergland – kostenlos

Enttäuschung von Ratzeburg

Die erste Hälfte der Woche haben wir in der Nähe der Inselstadt Ratzeburg verbracht. Als wir am Donnerstag nach Meck Pomm aufgebrochen sind, haben wir auf dem Weg einen Abstecher in den Ort gemacht. Uns hat es nicht so gefallen. Die Stadt hat kein schönes Zentrum oder eine schöne Altstadt. Was ganz nett ist, sind der Ratzeburger Dom und der Bereich um den Dom herum.

Aber leckeres Eis haben wir gegessen beim Eiscafé Bruhn im Osten der Stadt, wieder auf dem Festland. Wenn ihr mal in Ratzeburg seid, schaut dort unbedingt vorbei.

Kanufahrt Plauer See und Schwimmunterricht für Pauli

Unser Highlight der Woche war die Kanufahrt auf dem Plauer See. Geliehen haben wir uns das Kanu bei Kanu Team Plau am See. Von der Verleihstation ging es erst einmal die Elde entlang. Die Elde ist der längste Fluss in Meck Pomm und durchquert mehrere große Seen der Seenplatte. Auf dem Weg zum Plauer See paddelten wir entlang von Ferien-/Wohnhäusern, Bootsgaragen, Fischereien und Restaurants. Dann ging es raus auf den See. Bei dem schönen Wetter war das einfach traumhaft! Wir haben direkt eine Hundebadestelle angefahren, an der wir gechillt und mit Pauli schwimmen geübt haben.

Zuerst hatte er seine Schwimmweste an. Wir haben ihn etwas raus ins Wasser getragen und er ist dann wie ein schwimmender Torpedo schnell ans Ufer zurückgelaufen (das Wasser war recht flach). Kurze Zeit später kam eine Boxer-Dame an den Hundestrand, von der Pauli sich das Rein- und Raushüpfen aus dem Wasser abgeguckt hat. Das sah bei Pauli so witzig aus, weil er so klein ist. Die beiden haben mit einem Stöckchen im Wasser gespielt. Bzw. Pauli hat den Boxer das Stöckchen aus dem Wasser holen lassen und es sich dann beim Tauziehen um das Stöckchen geholt. Das war ein Bild für die Götter, wie die beiden ungleichen Hunde an diesem kleinen Stöckchen gezerrt haben.

Das Kanufahren hat Pauli auch ganz toll gemacht! Auf der Hinfahrt hat er noch vorne bei mir gesessen und sich in meinen Schoß gekuschelt. Als es zurück zum Kanuverleih ging, hat er schon in der Mitte gesessen bzw. gelegen und geschlafen. Da war einer ganz schön müde vom Schwimmen und Spielen am Hundestrand.

Als wir den Trubel der Stadt Plau am See an der Elde hinter uns gelassen haben, war die Kanufahrt richtig entspannend. Man hört nur das Rascheln der Bäume, Vögel zwitschern und das Paddel, wie es ins Wasser eintaucht. Ansonsten einfach nur Ruhe.

Vorbereitungen für Schweden

Für unsere knapp 4-wöchige Schweden-Reise haben wir diese Woche die Fähre gebucht. Wir fahren mit TT Line von Travemünde nach Trelleborg. Weil wir einen Hund dabeihaben, müssen wir eine Kabine nehmen. Für Hin- und Rückfahrt haben wir mit Wohnmobil über 6 Meter Länge und Kabine 283,- Euro bezahlt.

Vegan im Van

Film-Empfehlung: Hope for all

Diese Wochen haben wir endlich den Film „Hope for all – Unsere Nahrung ist unsere Hoffnung“ geguckt. Aufmerksam wurden wir darauf durch eine Podcast Folge von Laura Seiler. In dieser Folge hat sie mit der Filme-Macherin Nina Messinger u.a. darüber gesprochen, welchen Einfluss unsere Ernährung auf unsere Gesundheit und unsere Psyche hat und wie sie es geschafft hat, ohne irgendwelche Vorkenntnisse diesen Film zu produzieren.

Der Film ist ein Plädoyer für die vegane Ernährung. Er beleuchtet die Auswirkungen der tierischen bzw. pflanzlichen Ernährung auf unsere persönliche Gesundheit, die Umwelt, die Tiere und Menschen in der industriellen Tierhaltung und -schlachtung und das soziale Gefüge unserer Welt.

Uns beide hat der Film sehr berührt, besonders der Abschnitt über die Haltung und Schlachtung der Tiere. Solche Bilder machen uns einfach immer wieder fassungslos darüber, was wir Menschen diesen wehrlosen Geschöpfen antun. Uns liefen mehrmals die Tränen. Auch jetzt, während ich diese Zeilen schreiben und die Bilder wieder im Kopf auftauchen, habe ich einen Kloß im Hals.

Vegan Kochen im Van

Folgende Gerichte haben wir diese Woche im Van zubereitet. Vielleicht ist die ein oder andere Inspiration für dich dabei.

Frühstück:

  • Müsli/ Porridge mit frischem Obst und Sojadrink
  • Brot mit veganen Aufstrichen und Gemüse, z.B. Frischkäse, Leberwurst, Streichcreme mit Radieschen, Frühlingszwiebel, Tomate, Gurke

Mittag/ Abend:

  • Blumenkohl-Salat, Brot und Antipasti
  • Kartoffelsalat und Würstchen
  • Spinat-Quiche und gemischter Salat
  • Burger und gemischter Salat
  • Linsendhal mit Blumenkohl
  • Kartoffelauflauf und Salat

Hundeernährung:

  • Alleinfuttermittel Greta
  • Gemüse: Karotte, Pastinake
  • Obst: Erdbeeren, Apfel
  • Erstes Mal Eiscreme

Ausbildung „Veganen Ernährungsberaterin“

Wie einige von euch wissen, mache ich einen Kurs zur Veganen Ernährungsberaterin. Jeden Monat gibt es ein Skript. Ich hänge aktuell etwas hinterher und arbeite noch mit dem Skript von Mai.

In diesem geht es nicht um das „Was“, also gesunde vegane Ernährung, sondern das „Wie“. Wie helfe ich als Ernährungsberaterin Menschen dabei, ihre Ziele zu erreichen. Das ist super spannend! Es geht um den Begriff der Beratung, Essverhalten, Kommunikation und Beratungstechniken. Da nehme ich auch einiges für meine persönliche Kommunikation mit. Das lässt sich nämlich wunderbar von der Ernährungsberatung auf alltägliche Situationen übertragen.

Den Kurs mache ich übrigens bei ecodemy.

Off Topic

Ich würde gerne etwas Gitarre spielen können. Mit Max habe ich da auch den perfekten Lehrer an meiner Seite 🙂 Ein E, A, D und C bekomme ich schon hin. Geübt habe ich diese Woche den Refrain vom Lied „’54, ’74, ’90, 2010“ von den Sporties. Das klappt schon ganz gut. Nur muss ich nach weniger Minuten schon wieder aufhören, weil mir die Finger wehtun. Da fehlt einfach noch die dicke Hornhaut. Aber das wird schon.

So, das war unsere Woche. Nächste Woche bereiten wir alles für Schweden vor und danach die Woche geht auch schon los. Wir können es kaum erwarten!


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