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Frischwasser und Abwasser

Wie viel Wasser müssen wir denn mitnehmen – Wieviel brauchen wir denn? Irgendwann stellt sich wohl jeder, der seinen Camper selber ausbaut, diese Frage. Wir zeigen dir hier unsere Lösung, vielleicht hilft dir unsere Erfahrung bei deinem Ausbau weiter!

Unser Frischwasser

In unserem Reisemobil haben wir einen großen Wassertank für 150 Liter Frischwasser. Dieser Tank ist in der Garage unter dem Bett verbaut. Wir haben lange überlegt, ob 150 Liter vielleicht etwas zu viel sind und uns dann aber aufgrund der Maße des Wassertanks dafür entschieden. Ausserdem muss man nicht immer die ganzen 150 Liter mitnehmen!

Zum Befüllen des Frischwassertanks haben wir einen platzsparenden Spiralschlauch, der sich bis auf 15 Meter ausziehen lässt, im örtlichen Heimwerkermarkt gefunden. Drei Anschlüsse für diverse Wasserhähne waren in diesem Spiralschlauch-Set sogar schon mit dabei. Ein Universal-Schlauchanschluss mit Flügelschelle von CampingBerger gibt uns die Sicherheit, an jeder Wasserquelle auftanken zu können.

Vor dem Wassertank haben wir einen Filter der Firma Aquatec verbaut. Diesen gibt es mit drei verschiedenen Filtereinsätzen zu erwerben, wir benutzen jedoch lediglich den einfachen PP-Filter. Dieser befreit das Frischwasser von Pollen, Sand und Parasiten. Für uns ist erstmal wichtig, unseren Tank nicht grob zu verunreinigen, da wir unser Trink- und Kochwasser später zusätzlich durch einen Trinkwasser-Filter laufen lassen.

Im Tank-Inneren hängen lange Angelschnüre mit aufgefädelten EM-Pipes (in Keramik-Röhrchen gebrannte Mikroorganismen). Diese sorgen dafür, dass das Wasser im Wassertank auch mal ein paar Tage stehen kann, ohne umzuschlagen. Mit dem EM-Pipes haben wir schon zuhause sehr gute Erfahrungen gemacht, da wir diese täglich in unseren Trinkflaschen benutzen. Damit schmeckt unser Wasser immer frisch ist und lecker.

Unsere Wasserpumpe

Eine Tauschpumpe fördert auf Knopfdruck 14 Liter Wasser pro Minut über den Wasserhahn in unser Waschbecken.
Wir haben uns bewusst für eine Tauch- und gegen eine Membranpumpe entschieden. Diese ist nämlich wesentlich günstiger, als eine Membranpumpe und steht nicht dauerhaft unter Druck. Denn was wir auf keinen Fall wollen ist, dass einer unserer Schläuche einmal undicht wird und die Membranpumpe das Wasser in unseren Bus pumpt.
Um die Pumpe zu aktivieren haben einen kleinen Kippschalter in der Nähe der Spüle, unter der Arbeitsfläche der Küche plaziert. So ist der Schalter vor dem Wasser am Spülbecken geschützt und dennoch gut erreichbar.
Wenn die Pumpe dann an ist, lässt sich das Wasser dann über den normalen Drehregler am Wasserhahn einstellen.

Unser Trinkwasserfilter von Acala

Für die Aufbereitung unseres Trink- und Kochwassers benutzen wir einen Wasserfilter der Firma Acala. Diesen haben wir auch schon lange als große Version (für acht Liter) bei uns daheim und sind sehr zufrieden damit.
Für unsere Reisen benutzen wir aber die kleine Acala-Karaffe, die das Wasser schneller filtert und aufbereitet. So haben wir zum trinken und kochen eigentlich immer ausreichend Wasser in unserem Reisemobil.

Unser Wasserverbrauch liegt etwas über 20 Liter pro Tag. Theoretisch kommen wir also mit einer Wassertankfüllung gute sechs Tage aus, ohne am Wasser sparen zu müssen.

An den meisten Wassertankstellen zählen Tankuhren das Wasser ab.
Für 50 Cent bis zu einem Euro gibt es dann 80 – 100 Liter Wasser. Unser Tank ist demnach auch nie randvoll, und so haben wir es ja auch geplant.

Unser Grauwasser

Der Grauwassertank befindet sich direkt unter der Spüle. 50 Liter passen hinein. Randvoll gefüllt war er noch nie, da wir ihn ihn bei jeder Gelegenheit entlehren. Auch wenn alles geruchsdicht verschlossen ist, mögen wir nicht mit der ganzen „Brühe“ zu fahren. Wenn wir mal längere Zeit frei stehen, dann ist das schon ok. Sobald wir aber wieder on the road sind, versuchen wir eine Entsorgungsstation anzufahren.

Das Vertil zum Ablassen des Grauwassers befindet sich direkt neben dem Tank. Die Abwasserleitung führt direkt hinter dem Ventil durch den Fahrzeugboden. So können wir uns einfach über eine Entsorgungsklappe stellen und von Innen das Grauwasser ablassen. Total praktisch!

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