Wie groß muss ein Bett in einem DIY Campervan sein? Und in welche Richtung will man liegen? Querbett, Längstbett, Klappbett, Hubbett, usw…? Wir haben uns in unserem Renault Master DIY Campervan Freddie 2.0 für den Einbau eines Querbetts im Heck des Fahrzeugs entschieden!

Unser Bett

An Kopf- und Fußende unseres Bettes haben wir bewusst von der Verkleidung der Wand mit Holzprofilen abgesehen und lediglich 1,9mm Armaflex an der Kabinenwand verklebt und mit dickem Filz überzogen. So konnten wir an jeder Seite gute 5cm einpsaren und uns eine Bettlänge von 1,95m erschummeln! Das ist für mich besonders wichtig gewesen, da ich mit 1,85m nicht der kleinste der Welt Mensch bin. Und ganz ehrlich, wer schläft schon gerne längst eingeklemmt zwischen zwei Wänden, ohne sich im Liegen mal etwas strecken und räkeln zu können?


Durch diesen kleinen Trick liegt unser Bett allerdings etwas höher und wir müssen schon einen kleinen „Hops“ machen, um ins Bett zu gelangen. Das liegt an den Querholmen und Verstrebungen des Kastens, die wir aus Stabilitätsgründen bei dem neuen Fahrzeug auf keinen Fall entfernen wollten und durften.
Das Bett 10cm tiefer zu befestigen hätte uns 10cm weniger Bettlänge eingebracht und das wäre schon etwas knapp beim Schlafen. Mittlerweile haben wir uns auch daran gewöhnt mit einem eleganten Sprung ins Bett zu hüpfen. Also wirklich ins Bett fallen können wir in Freddie 2 auf jeden Fall nicht mehr!

Unsere Liegefläche besteht aus zwei Matratzen von jeweils 70cm Breite und 20cm Höhe.
Also ist mit 1,95m x 1,4m Platz genug für uns beide (und manchmal auch Pauli) im Bett. Für zwei Matratzen haben wir uns zum einen aufgrund zweier Härtegrade entschieden (ich bin doch etwas schwerer als Laura und benötige H3), zum anderen haben wir so die Möglichkeit eine Seite des Bettes über zwei Lattenrostscharniere hoch zu stellen, sodass wir auch vom Innenraum aus in die Garage und zum Frischwassertank greifen können.

Ablage und Stauraum

An der zur Hecktür liegenden Seite des Bettes, hatten wir noch einen Spalt von ca. 10cm Breite, da die Hecktüren im geschlossenen Zustand leicht nach Außen gewölbt sind. Diesen Platz haben wir genutzt, um uns ein langes Ablagefach zu bauen und mit Filz auszukleiden. So können wir nachts unsere Handys, Tablets, Trinkflaschen, Socken usw. einfach reinschmeißen.
Der zweite Vorteil dieser Ablage ist, dass wir nun nicht mehr die Befürchtung haben müssen, dass unser Pauli (in all seiner Grazie) einen Abflug durch den Spalt in die Garage herunter macht und wir ihn dann mitten in der Nacht aus einer unserer Vorratskisten angeln dürfen.

Am Kopfende haben wir zusätzlich zwei LED-Leselampen verbaut, die beide über eine Nachtlicht-Funktion verfügen. Das ist sehr praktisch, wenn einer von uns nachts doch noch mal auf die Toilette muss. Das dezente blaue Licht weckt den anderen dann nicht direkt auf.