Unser aktuelles Reisemobil Freddie 2.0 ist ein selbst ausgebauter Renault Master III Facelift von 2019.

Renault Master DIY Campervan

Den Renault Master haben wir uns als Neuwagen in der Version H2L3 (Höhe 2, Länge 3) als komplett leeren Kastenwagen zugelegt. Der Laderaum war lediglich bis zur Hälfte der Seitenwände mit dünnen MDF-Platten ausgekleidet.
Freddie 2.0 war also sofort bereit, ganz frei nach unseren Vorstellungen zum Camper Van ausgebaut zu werden.

Unser Renault Master Camper Van ist über sechs Meter lang und fast zwei Meter breit. Die acht Quadratmeter Laderaum und die Stehhöhe von gut 1,90m waren optimal für die Umsetzung unseres Vorhabens, den Master zu einem vollwertigen und autarken Camper Van umzubauen. Mit Freddies 150 PS und dem langen Radstand können wir nun auch endlich geschmeidig über die Autobahnen Europas gleiten und kommen viel entspannter an unser Ziel, als mit unserem ersten Reisemobil.

Für die weiße Fahrzeugfarbe haben wir uns entschieden, weil der Wiederverkaufswert für weiße Kastenwagen deutlich bester ist, als bei den farbigen. Diesen Rat haben wir von unserem Nachbarn und Verkäufer erhalten. Sollten wir den Renault Master nämlich einmal verkaufen wollen oder müssen, gebe es ausreichend hohe Nachfrage.
Abgesehen davon haben wir den Plan, getarnt unterwegs zu sein. Und als weißer Kastenwagen fällt man unter den vielen anderen wirklich nicht besonders auf.

Lange haben wir darüber nachgedacht, ob wir die Dachgalerie ab Werk dazu bestellen oder zu einem späteren Zeitpunkt nachrüsten sollen. Aufgrund des Preises haben wir uns dann dazu entschlossen, Freddie direkt mit Dachgalerie zu bestellen. Als zusätzliche Ladefläche ist sie einfach notwendig und vor allem dient sie zur Befestigung unserer Solarpanele. In Zukunft wird sie uns vielleicht auch als Dachterrasse dienen.

Für etwas mehr Wohnfläche, zumindest gefühlt, haben wir gleich zu Beginn unseres Camper-Ausbaus die Abtrennung zwischen Fahrer- und Laderaum entfernt. Die Trennwand war zum Glück nur mit ein paar Schrauben befestigt. Jetzt können wir im „Notfall“ einfach aus dem Bett auf den Fahrersitz springen und mit quietschenden Reifen losfahren.

Ausreichend Tageslicht liefern die zwei großen Seitenscheiben an der Schiebetür und gegenüber in der Sitzecke. Beide Scheiben haben wir anfangs gleich mitbestellt. In Zukunft könnten wir sogar eine der beiden Schreiben durch Schiebefenster ersetzen lassen.

Hier findest du einige Bilder von unserem Renault Master DIY Camper Van:

Als Bereifung hatten wir zu Beginn noch die Sommerreifen ab Werk drauf und wirklich lange überlegt, welche Ganzjahresbereifung wir Freddie spendieren: Sollen es diese stylischen ATs von BF Goodrich sein, oder lieber richtig stabile Transporterreifen?
Wie ihr auf den Bildern seht, haben wir uns für die verstärkten Ganzjahres-Transporterreifen von Michelin entschieden, mit gutem Grip bei Nässe und kurzem Bremsweg. Und mal ehrlich, AllTerrain Bereifung und kein 4×4 macht doch eh nicht wirklich Sinn, oder?

MB 407D aka Freddie 1

Genügend Ausbau-Erfahrung haben wir ja bereits mit unserem ersten Reisemobil Freddie 1 gesammelt.

Fotos von Freddie 1 findest du in unserer Rubrik Reisen in den Foto-Blogs über Nord- und Ostfriesland.

Freddie 1 war ein Mercedes Benz L407D von 1982 (Oldtimer). Dieses Model war für uns zum Testen und Erfahrungen sammeln optimal.
Den MB 407D haben wir damals für einen ganz guten Preis erworben, mussten allerdings am Fahrzeug selbst noch so einige Arbeiten erledigen. Also haben wir die Zeit investiert und Freddie 1 auf Vordermann gebracht, bevor wir mit dem Ausbau selbst beginnen konnten. Dabei haben wir sehr viel über Autos und Fahrzeugtechnik gelernt und uns selbst beigebracht, denn zuvor hatten wir absolut keine Ahnung davon! Und irgendwie hat diese Zeit uns ein wenig zu echten „Schraubern“ gemacht!
Einige Fotos vom Ausbau von Freddie 1 findest du übrigens auf unserem Instagram-Account @travelama_offical.

Die Reisen und Ausflüge mit Freddie 1 haben jede Menge Spaß gemacht. Auf unseren Roadtrips haben wir viele interessierte Menschen kennengelernt und uns wurde vor allem regelmäßig zugewunken und zugelächelt 😀
Durch seine Reisegeschwindigkeit und den kleinen Laderaum war der MB407d auf lange Sicht allerdings eher ungeeignet für unsere Absichten.
Also trennten wir uns schließlich schweren Herzens von ihm und gaben ihn mit frischem TÜV und leergeräumt in die nächsten guten Hände weiter.